Rendsburg, 18.04.2010, von M. Krause

Suchen und Retten - Ortungsübung in Rendsburg

Die Facharbeitsgemeinschaft Ortung ( FAG ) im Landesverband (HH, MV, SH) hatte beschlossen, das sich die gesamten Ortungsgruppen gegenseitig unterstützen und ihr Wissen und Erlerntes weiter vermitteln sollen. Das geschieht dadurch das die Ortungen untereinander Übungen ausrichten. Und so kam es, das die Fachgruppe Ortung Typ A (Technik und Rettungshunde) des OV Kiel eine Übung als Erste für die Lübecker ausrichteten

Rendsburg/Lübeck/Kiel.  Am 18.04.2010 mußte am späten Vormittag die Fachgruppe Ortung des OV Lübeck zu einer Realübung in das Jugendfeuerwehrzentrum nach Rendsburg ausrücken. Hier erwartete die Fachgruppe Typ B (Technik) ein teilzerstörtes Gebäude mit vermutlich fünf unter den Trümmern liegenden Personen.

Um das Szenario so realitätsnah wie möglich zu gestalten hatten sich der Gruppenführer der Kieler Ortung Mario Mai und der Helfer Tobias Löffler richtig ins Zeug gelegt. Es wurden Personen in Verstecke verbracht, aber auch selbstgebaute technische Gräuschraffinessen mit und ohne Dummy in die Trümmer eingelegt.
Nach einem Einsatzauftragsbefehl durch den Zugtrupp des OV Kiel erfolgte eine Erkundung der Schadenslage. Die Lübecker gingen schnell und professionell an die Ihr gestellte Aufgabe heran. Nachdem sie festgestellt hatten das sich fünf vermisste Personen unter den Trümmern befinden müssten, wurde das technische Ortungsgerät zur Lokalisierung der Personen über die Trümmer angelegt. Trotz Störungen wie die Eisenbahn direkt am Gelände, der Schiffsverkehr auf dem nahen Nord-Ostsee-Kanal und nicht zuletzt auch durch die technischen Einfälle von Mario und Tobias nahmen die Spezialisten bereits nach kurzer Zeit die ersten Klopfgeräusche wahr. Die Geophone zur Schallübertragung wurden im Zuge der Lokalisierung immer enger zueinander verlegt, so das eine punktuelle Genauigkeit einer verschütteten Person auf 2m eingedämmt werden konnte. Ebenso kam eine Mikrofonsonde zum Einsatz um Kontakt zu ansprechbaren Verschütteten aufzunehmen.

Drei vermisste Personen konnte die Lübecker Ortung so in kürzester Zeit aus den Trümmern retten. Nachdem sich herausstelle das die anderen zwei Personen sich nicht wie vermutet unterhalb der Trümmer befanden, sonder abgängig von der Schadenslage waren, wurde die Übung als erfolgreich beendet erklärt.

Abschließend ist zu sagen, das es für Beide Seiten eine erfolgreiche Übung und Zusammenarbeit gewesen ist. Aber auch die Kieler Rettungshunde waren nicht umsonst mitgekommen. So wurde mit Ihnen vor und nach dem Einsatz der Lübecker das Trümmergelände beübt.


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